"Eine SC-Gewinngarantie können wir nicht geben"

Premierenfahrt Stadionbus
Sie waren bei der Premierenfahrt des Stadionbusses durch das Hexental mit dabei (von links): Hanspeter Moll (stellvertretender Bürgermeister Bollschweil), Markus Rees (Bürgermeister Sölden), Uwe Bauer (SBG) und Wolfgang Schanz (stellvertretender Bürgermeister Au). Foto: Axel Dröber

Badische Zeitung, 16. August 2011

Premierenfahrt des Stadionbusses durch das Hexental.

HEXENTAL/FREIBURG (axe).

Während Marcus Sorg als neuer Trainer des Freiburger Sportclubs sein erstes Heimspiel hatte, gab es auch im Hexental eine Premiere: Zum ersten Mal verkehrte ein Stadionbus der SBG entlang der Gemeinden zwischen Ehrenkirchen und Merzhausen. SC-Fans hatten am Samstag die Möglichkeit, zum zweiten Spieltag der Saison bis vor das Badenova-Stadion zu fahren. Nach spannenden 90 Minuten ging es dann wieder zurück Richtung Hexental.

Der Hexental-Bus ist der achte Stadionbus, den die Südbaden Bus GmbH (SBG) bei Heimspielen einsetzt. Rings um im Freiburger Umland haben Fußballbegeisterte die Möglichkeit, bei den Heimspielen des SC direkt zum Stadion zu fahren. Ein anderer Stadionbus fährt durch das Schneckental entlang Richtung Freiburg. Die Fahrt ist zwar auch mit Stadionkarte nicht umsonst. Wer hin- und zurück fährt bezahlt sechs Euro. Vier Euro kostet die einfache Fahrt. Man brauche aber mit dem regulären Nahverkehr deutlich länger, erklärte Uwe Bauer, Leiter der Freiburger Niederlassung der SBG gegenüber der BZ. "Fahrgäste aus dem Hexental müssen mit den regulären Verkehrsmitteln mehrmals umsteigen. Mit dem Stadionbus sind sie deutlich schneller am Ziel", so Bauer.

Am Samstag durften alle Fahrgäste Richtung Stadion ausnahmsweise umsonst fahren - aus Anlass der Premierenfahrt. Mit dabei waren Vertreter der Gemeinde aus Bollschweil, Sölden und Au. Auf der Fahrt Richtung Freiburg war die Spannung groß, nach einem Unentschieden gegen Augsburg sollte diesmal ein Heimsieg drin sein. Fahrer Lothar Reitmeister setzte die Fahrgäste direkt vor dem Eingang zum Stadion ab. Während der Partie gegen Mainz fieberten die Hexentäler mit dem Freiburger SC mit und durchstanden schwierige 90 Minuten, in denen die Freiburger nicht so recht ins Spiel kamen. Besonders die vielen Patzer und Fehler, die den Freiburgern unterliefen, gaben Anlass zu viel Kritik. Der Spielstand von 2:1 war enttäuschend.

Im vollbesetzten Stadionbus sah man deshalb vor allem betretene Gesichter. Einige Fans diskutierten über die Leistung der Spieler. Gerade die Innenverteidigung habe gar nicht gut ausgesehen während der Partie gegen die Gäste, hieß es da. "Eine Garantie, dass der SC gewinnt, können natürlich auch wir nicht geben", meinte Uwe Bauer mit einem Lächeln. Dagegen konnte die SBG ihr Versprechen, die Fahrgäste wieder rasch nach Hause zu bringen, einlösen. Eine Viertelstunde nach Schlusspfiff lenkte Fahrer Reitmeister den roten Bus auf die Schwarzwaldstraße, von da ging es das erste Stück in Polizeieskorte Richtung Merzhauser Straße. Keine Dreiviertelstunde nach Spielende traf der Bus auch schon an seiner Endhaltestelle am Gemeindezentrum Ehrenkirchen ein.

Das Interesse an diesem Fahrdienst war am Samstag sehr groß: In Merzhausen war der Bus voll besetzt. Während der Saison wird der Bus zu allen Heimspielen des SC verkehren. Je nach Nachfrage können SC Fans aus dem Hexental sich dann auch in der folgenden Saison direkt bis zum Stadion bringen lassen. Die übrigen sieben Stadionbusse haben sich längs etabliert, erzählt Lothar Reitmeister. Der Busfahrer hat nie schlechte Erfahrungen mit den Fans gemacht. "Es verläuft alles völlig friedlich während der Fahrt."